Wir hatten Carriacou als Ankunftsort ausgewählt, da Sandra und Andreas hier den Lockdown verbracht haben und es ihnen sehr gefallen hat.

Grenada und Sandy Island 13.-16.02.2023

Allerdings hat die Corona Zeit auch hier ihre Spuren hinterlassen. Viele Restaurants und Geschäfte sind geschlossen.

Auch das Einklarieren war etwas problematisch. Die Dame in Uniform soll die Tochter des „Inselhäuptlings“ sein. Daher hat sie alle Freiheiten in der Berufsausübung die man sich nur wünschen kann. Sie kommt nicht um 8.00 wenn das Büro eigentlich öffnet, sondern irgendwann gegen Mittag. Und der Umgang mit den Seglern lässt auch zu wünschen übrig.



Zuerst stehen noch einige Reparaturen an. Jochen geht in den Mast um die Umlenkrolle für den Code 0 zu ersetzten.

Wir freuen uns auf Andreas und Sandra, die einige Tage nach uns angekommen sind.

Der See-Bart muss ab!


Wir segeln nach Sandy Island, gleich einmal um die Ecke der Ankunftsbucht.



Fische werden gejagt, das Wasser kocht!


Ein Besuch der Paradise Beach Bar ist ein MUSS und war wieder phantastisch!

Auch die Besatzung der Sanuk ist inzwischen eingetroffen, in der Grand Anse Beach Bar 61° West wird auf das Wiederehen angestossen!
17.02.-08.03.2023 Trinidad
Am 16.22023 starten wir zusammen mit der Belerophone nach Trinidad.Unterwegs, wie schon auf dem Atlantik, große Sargassumfelder.


Wir haben einen Liegeplatz bei Power Boat bekommen, durch die Empfehlung von Cordula und Andreas (SV Aphrodite) auch einen deutlichen Nachlass für unseren geplanten Landaufenthalt während der kommenden Hurrican-Saison.



Einklarieren auf Trinidad bedeutet – 6 Blätter Kohlepapier um die geforderten 7 Exemplare hinzubekommen. Es gibt die Empfehlung einen Floatplan für die Überfahrt zwischen Grenada und Trinidad (und andersrum) auszufüllen. Der wird an die zuständigen Coastguards der beiden Inseln geschickt. Sie sollen dann die sichere Überfahrt der Segler beobachten und gegebenenfalls eingreifen. Das wurde eingeführt, nachdem es 2017 mal einen Piraterievorfall gegeben hatte.

Wir haben eine gefährlich aussehendes Insekt an Bord…, war aber am nächsten Tag zum Glück verschwunden.

Andreas und Cordula hatten uns empfohlen den Karneval auf Trinidad zu besuchen.



Zuvor aber steht noch der Wettkampf der Steelbands an. Dafür wurde extra ein Stadion gebaut.

Da es in der Vergangenheit Streitereien zwischen den Bands gab werden sie jetzt durch Polizei getrennt. Dar Wettkampf sollte um 18:00 beginnen. Los ging es erst 90 Minuten später. War eine riesige Bühnenshow mit teilweise über 100 Teilnehmern pro Band. Ein riesen, lautes Spektakel!Aber gegen 03:00 Uhr hatten wir genug gesehen und gehört und sind zurück zum Boot aufgebrochen.

Die Vorbereitungen für ein weiteres Event starten, das Jouvert! Man meldet sich bei einer der verschiedenen Karnevalsorganisationen an, bezahlt und bekommt ein T-Shirt und einen Trinkbecher. Mit diesem Becher kann man dann an einem Truck, der beim Umzug mitfährt, immer wieder alkoholische und nichtalkoholische Getränke holen.
Nun müssen wir uns von Holger verabschieden der wieder nach Hause fliegt.

Die Frauen haben die Shirts etwas individueller gestaltet.

Es geht gegen 3Uhr morgens los, denn tagsüber ist es zu heiß. Man zieht mit tausenden Anderen durch die Stadt, begleitet von mehreren Trucks der jeweiligen Organisation. Es gibt einen Truck mit riesigen Lautsprechern der die Teilnehmer fortwährend mit Discomusik beschallt.
Es gibt auch einen Truck für die Getränke und natürlich einen Toilettentruck um die Getränke wieder loszuwerden. Und das Wichtigste ist der Wagen von dem die ganze Zeit Farbe auf die Menschen gespritzt wird. Je bunter man am Ende ist desto besser!
Angekommen sind wir nach dem Umzug gegen 9 Uhr morgens. Wir haben uns auf Empfehlung die Haut vorher mit Baby Öl eingerieben um anschließend die Farbe leichter abzubekommen.



An den Straßenrändern liegen überall die Farbflaschen rum. Wer sein Auto nicht rechtzeitig weggefahren hat muss anschließend fleißig putzen.




Mit Cordula, Andreas und Lisa unternehmen wir einige Ausflüge und gehen sogar einmal Golfen.
Ganz Trinidad bereitet sich auf den Karneval vor. Nach Rio ist es der 2. Größte der Welt!


Alt und Jung, Dick und Dünn – alle machen mit und haben großen Spaß dabei.













Von einem Restaurant aus können wir den Karnevalsumzug ansehen. Auch Andreas hat sich geschmückt!

Am 02.03.23 ist Andreas morgens nicht wachzubekommen und der Arzt diagnostiziert einen Schlaganfall. Die Aphrodite wollte eigentlich am nächsten Tag Richtung Panama starten um in den Pazifik zu segeln. Dank der ADAC-Langzeit-Auslandskrankenversicherung wird er in einem privaten Krankenhaus in Port of Spain sehr gut behandelt und kann nach ein paar Wochen nach Hause geflogen werden. Jochen hilft Cordula das Boot wieder an Land zu bringen und alles wieder abzubauen um es für die Hurrikan Saison sicher zu machen.

Sandra entdeckt einen kranken Pelikan und bringt ihn per Taxi zu einer Tierpflegestelle.
Grenada 09.03.23

Unterwegs nach Grenada haben wir die Angeln wieder eingeholt, ständig hatten wir Sargassum am Haken!
Auf Grenada verbringen wir gemeinsam mit Andreas und Sandra eine gute Zeit und erkunden die Insel.

Unser neues Crew-Mitglied!


Besuch einer Schokoladen-Manufaktur


An einem Sonntag lernen wir an einem Strand eine Familie aus Grenada kennen die dort ein Barbeque veranstaltet. Es wird Sour Dough gekocht – das Nationalgericht von Grenada – und wir dürfen kosten.


Grenada ist eine wunderschöne Insel. Man nennt sie auch die Gewürzinsel. Bäume mit Zimtrinde und Muskatnussbäume gibt es überall.


In der Prickly Bay wird von einem einheimischen Handwerker unsere Sprayhood erneuert und unser Dinghy bekommt einen Überzug.


Es gibt an der Westküste den Underwater Sculpture Park.
23.3.23 Tyrrell Bay, Union Island, Mayreauu

Die Jungs sind nach Algen getaucht, die sie uns verkaufen wollten. Leider hatten wir keine Ahnung was man damit macht.

Ein kurzer Abstecher auf den Tobago Cays, immer wieder phantastisch!
26.-29.3.23 Bequia





Wir treffen uns mit Jost und Angela von der Infinity zum Cross Country Golf, macht riesigen Spass!

Das Unterwasserschiff muss wieder einmal gereinigt werden. Erstaunlich wie schnell es zuwächst.


Große Wäsche!

30.3.-05.4.23 St. Anne



Natascha hat auf dem lokalen Markt Breadfruit gekauft. Als die Sklaven von Afrika nach Amerika und in die Karibik gebracht wurden, hat man auch den Brotfruchtbaum mitgebracht. Der war für die Ernährung der vielen neuen Bewohner absolut wichtig. Man bereitet Breadfruit so ähnlich wie Kartoffeln zu. Wir fanden jedoch das das Ergebnis nicht an unsere Kartoffel heran kommt.

Im Hintergrund sieht man den Diamanten – so wird der Felsen im Meer genannt.
6.4.23 Cousteau Marine Park und St. Pierre
Auf dem Weg von Martinique nach Antigua klarieren wir in St.Pierre aus.




Wir passieren Guadeloupe und machen am Jaques Cousteau Marine Park einen kurzen Stopp zum Schnorcheln.
07-08.4.23 Antigua/Barbuda



Antigua ist eine wundervolle Insel mit 365 schönen Stränden. Vom UNESCO Weltkulturerbe Shirley Heights (1780 zum Schutz des Marinehafens Nelsons Dockyard erbaut) hat man einen wundervollen Blick auf English Harbour.



Barbuda ist die Insel mit den rosafarbenen Stränden. Die Farbe kommt durch die Muscheln die zu Sand zerrieben wurden. Auf dieser Insel gibt es eine Pferderennbahn. Und hier am Strand könne die Pferde schon mal trainieren.
10.-11.04.23 St. Barth


Auf dem Weg nach St.Barthelemy (umgangssprachlich St.Barth) sehen wir querab einen Wal.




St. Barthelemy ist eine exklusive französische Insel.
Früher gehörte die Insel zu Schweden. Daher stammt auch noch der Name der Hauptstadt – Gustavia. Auch die alten Straßennamen erinnern noch an die schwedische Herrschaft. 1877 wurde die Karibikinsel wieder an Frankreich verkauft.
Die Insel gehört zu den teuersten Urlaubszielen der Welt. An der Hauptstraße reiht sich ein teurer Designerladen an den anderen.
Es gibt auch eine schöne Bäckerei, die schon fast wie eine Kathedrale der Backkunst aussieht. Dort kaufen wir ein Mischbrot für 12 Euro 😉.
12.-28.4.23 St. Maarten

In St. Maarten fühlen wir uns wie zu Hause, hier waren wir 2020 über 3 Monate während der Corona-Pandemie.


Wir liegen wieder bei FKG am Steg um den Heckträger reparieren zu lassen.


Wir ordern im französischem Teil der Insel ein Starlink-System. Damit ist das Internet über Sattelit schneller als bei uns zu Hause!


Bei Lagoonis ist wieder alles in Betrieb und besonders, wenn Live-Musik ansteht, eine tolle Stimmung! Zu Corona Zeiten war diese zwar geschlossen, hatte aber dankenswerterweise ihr WLAN angelassen.

Direkt unter unserem Radar haben sich Vögel ein Nest bauen wollen. In Ermangelung von Zweigen haben sie aus den Abfällen von FKG lauter kleine Stückchen Nirodraht geholt. Die Statik war mangelhaft und das Nest viel zu schwer. Es stürzte ab bevor Eier darin lagen.


Wir besuchen auf der französischen Seite mit dem Dinghy unsere Freunde SV Eoliane Annie und Oliver


SV Distant Shores, das ehemalige Boot von Paul und Sheryl. Sie dokumentieren seit 1989 ihre Reisen. Sie waren fast immer mit Southerly unterwegs, hatten zuvor auch mal eine S42RST! Jetzt gehört die S49 Kanadiern.

Wir besuchen eine riesige Moody die SV ´Vision´ mit ihrem Eigner Jan Jarzembowski. Er stammt aus Stralsund und ist früher auch die Fähre nach Hiddensee gefahren.

Treff mit der SV ´Requin´ und ihren Eignern Joanna und Darryl hatten wir während Corona zusammen am Steg von FKG gelegen. Gut in Erinnerung haben wir die gemeinsamen Sundowner auf der Spitze des Steges – zu denen Joanna ihren Rose Wein im Plastikschlauch mitbrachte. Das sah immer aus wie ein Blutbeutel für eine Transfusion – bloß ein bisschen zu hell 😉.
29.4.-1.5.23 Antigua


Wir machen uns auf den Rückweg und sehen unterwegs diese schwimmende Kugel. Dabei handelt es sich um eine Messboje die im Meer treibt um Wetterdaten (Luftdruck, Wind) oder Wassertemperaturen zu messen. Das ist vor allem im Kontext von Klimaerwärmung und Meereserwärmung interessant.



Hier treffen wir die Segelpiraten wieder.
02.-4.5.23 Terre de Haut


Wiedersehen mit Inge und Norbert von der ´Sanuk´.
6.-8.5.23 Grenada Prickly Bay

Nach einem kurzem Stop geht es nach Trinidad. Die Strecke ist immer sehr anstrengend da ais südlichen Richtungen eine starke Gegenströmung kommt. Diesmal kommt noch ein starker Wind bis zu 27kn aus Süd-Ost hinzu. Bei einer Fahrtgeschwindigkeit von ca. 5-6kn heißt das für uns nur ca.2-3kn über Grund ☹.
09.-12.5 23 Trinidad

Wieder mal ein Geburtstag in Chaguaramas – dem nördlichsten Zipfel Trinidads.

39.11.24 allein nach Grenada Jochen



Unser Boot steht nun gut eingepackt – mit Klimaanlage und Hurrikan sicher an Land.


Wir machen einen Ausflug zu dem Strand an dem die Lederschildkröten ihre Eier ablegen.


Trinidad ist einer der weltweit bedeutendsten Nistplätze für die vom Aussterben bedrohten Lederschildkröten. Sie sind die größte lebende Schildkrötenart der Welt.
Sie kommen nur nachts an Land. Man besucht die Nistplätze gemeinsam mit den Rangern des Naturschutzes. Um sie nicht zu stören darf man nur rotes Licht haben. Es ist so beeindruckend, wenn man im roten Licht sieht wie so ein Koloss aus dem Meer kommt und sich dann sehr schwerfällig an Land bewegt. Sie bringen bis zu 500kg auf die Waage.
Die Weibchen legen ca. 150 Eier in Löcher am Strand die sie mit ihren Hinterbeinen graben. In einer Saison kommen sie mehrere Male zur Eiablage an den Strand.
Danach versuchen sie ihr Gelege unkenntlich zu machen. Die Ranger nennen das Camouflage. Allerdings legen sie durch das Rumscharren manchmal andere Gelege frei.
Am Morgen kommen dann zahlreiche Räuber – Vögel, Hunde u.a. – um die Eier zu finden und zu fressen.
Um eine Schildkröte bei Tageslicht fotografieren zu können, sind wir extra ganz früh morgens noch mal an den Strand gegangen und haben tatsächlich eine verspätete Schildkröte gefunden. Wenn die kleinen Schildkröten schlüpfen, drohen ihnen wieder viele Gefahren. Von 1000 kleinen Schildkröten überlebt Schätzungen zufolge nur eine einzige. Die Ranger sammeln am Tag geschlüpfte Tiere ein um sie vor den Fressfeinden zu schützen. Sie werden dann in der Nacht an den Strand gesetzt um dann alleine den Weg ins Wasser zu finden. Nur so können sie sich den Ort ihrer Geburt merken um dann als erwachsene Weibchen wieder zu kommen und ihre Eier abzulegen. Die Beobachtung dieser urzeitlichen Tiere hat uns tief bewegt.
So endet unsere diesjährige Karibiksaison.







































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































